iPersonic Community

Die Community mit Persönlichkeit.

Eine interessante Frage, der wir seit geraumer Zeit nachgehen ist diejenige nach der Verteilung unserer 16 iPersonic Persönlichkeitstypen. Diese ist natürlich nicht gleichmässig. In bezug auf die Gesamtbevölkerung könnte man sagen: die "praktischen" Typen überwiegen, sprich: Realisten und Macher. Die theoretischen Typen - also Idealisten und Denker - sind unterdurchschnittlich vertreten.

Jetzt ist es aber nunmal so, dass man sich als Idealist und Denker bei bestimmte Internetangeboten so gar nicht als Minderheit vorkommt. Dies gilt zum Beispiel für iPersonic, wo in der englischen Version die Idealisten vor den Denkern die Vormachtstellung halten. Macher und Realisten sind unterdurchschnittlich vertreten. Wir haben dies bereits vor einiger Zeit auch festgestellt, als wir die Persönlichkeitstypen von Bloggern untersucht haben.

Die folgende Grafik sortiert die 16 Typen nach deren Häufigkeit in der Blogosphäre, von verträumten Idealisten (VI, ganz links) bis hin zum ehrgeizigen Denker (ED, ganz rechts). Die dunkelrote Kurve zeigt das Auftreten der Typen in der Gesamtbevölkerung. Aus dem Abstand der beiden Kurven lässt sich also leicht ablesen, welcher Typus in der Blogosphäre bzw. in der Gesamtbevölkerung überproportional vertreten ist. Der zweite Buchstabe der Bezeichungen steht immer für den Grundtyp: I für Idealisten, R für Realisten, D für Denker und M für Macher. Die hellrote Gerade steht für den Durchschnitt, sprich: was wäre, wenn alle 16 Typen gleichmässig verteilt wären.


Wie in der Grafik deutlich wird, könnte man behaupten: die Blogosphäre stellt die Verteilung der Persönlichkeits-Typen praktisch auf den Kopf. Idealisten sind in der Gesamtbevölkerung sehr schwach vertreten - und herrschen in der Blogosphäre vor. Realisten wiederum, die fast die Hälfte der Bevölkerung stellen, sind unter den Bloggern mit Abstand am schwächsten vertreten. Das ist die wesentlichste Diskrepanz. Es gibt unter den Bloggern zwar auch mehr Denker als in der Gesamtbevölkerung. Die vertauschten Rollen zwischen Realisten und Idealisten sind jedoch am auffallendsten.

Wenn du dies liest ist also die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dein Persönlichkeitstyp eher selten ist. Nimmst du das auch so wahr? Hast du den Eindruck, dass du dich mit deinen Interessen, Vorlieben und Gedanken von den meisten anderen Menschen unterscheidest?

Schlagworte: blogs, ipersonic, persönlichkeitstyp

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Antworten zu dieser Diskussion

Wir haben mittlerweile eine etwas differenziertere Statistik aufgrund der ca. 400.000 Testergebnisse die wir in Deutschland bisher hatten. Die unterscheidet sich aber nicht wesentlich von den Zahlen aus den USA.

Ein humanistischeres Bildungsideal müsste ja grundsätzlich zu mehr Idealisten führen (auch introvertierten). Und das sehe ich (in westlichen Ländern) nicht. Man kann den USA auch zugute halten, dass Charity/Philanthropie schon von Kindesbeinen anerzogen wird (ich sage nur: Pfadfinderkekse ;-). Mehr Idealismus scheint einfach nicht drin zu sein ...

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Wie wahr, wie wahr ... ;-)

Drüben in der englischen Version läuft übrigens eine Diskussion um Stereotypen und Länderkulturen. Die muss ich mal hier in die deutsche Version rüber ziehen ... ;-)

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Das glaube ich gerne ... ;-)

Wir haben in der Übersicht ja nicht nach Geschlecht unterschieden. Es ist nämlich so, dass die Männer bei den introvertierten Denkertypen (unabhängiger und analytischer Denker) überwiegen. Das hat für weibliche, introvertierte Denker allerdings auch wieder handfeste Vorteile bei der Partnerwahl! ;-) Schliesslich muss es ja als Folge dieser ungleichen Verteilung ein Überangebot an passenden Partnern geben.

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Als Zwilling hat es mich nicht gewundert, das ich hier als Persönlichkeitstyp EM bin.
Ich musste oft merken, das viele Menschen mit meiner Dynamik nicht oder wenn sehr schwer zurechtkamen.
Im Internet wie auch im realen Leben, finde ich selten Personen die meinen Gedanken folgen können. So das nur mit wenigen Menschen ein Austausch dessen stattfindet.
Dies wiederum ändert sich aber im Ausland, besonders England bietet für mich eine sehr große Auswahl an Kommunikationspartnern. Ich vermute, das dies mit der Mentalität oder besser gesagt mit "anerzogenen Wertigkeiten" konform ist.

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Mag sein, dass diese vertauschten Rollen auffallend sind, aber sind sie nicht eigentlich leicht zu erklären?
Es deckt sich m.E. sehr schön mit einer Statistik, die ich neulich in einem Magazin sah (Spiegel oder Stern od. ähnl.). Demzufolge tummeln sich auf Internet-Partnerbörsen hauptsächlich "starke Frauen" und "schwache Männer", wobei die Attribute den Berufen bzw. der Ausbildung entnommen wurden - also Frauen mit Studium und Männer mit Hauptschulabschluss .. oder so ähnlich.
Fazit von allem (auch der obigen Statistik) wäre demzufolge anscheinend (bitte darum mich evtl. zu korrigieren), dass alles, was im realen Leben glaubt, Schwierigkeiten zu haben oder vor Hindernissen zu stehen (sei es jetzt bei der Partnersuche oder beim träumerischen Idealisieren), sich ins Internet verkrümelt.
Hmmmm überlege gerade eben, in welche Gruppierung ich da wohl reinfalle oder ob ich nicht doch wieder gehen soll? *lachmichwech
Na ja - auf jeden Fall erstmal (bin ja heute zum 1. Mal hier) recht herzlichen Dank für diese interessante Seite, die meiner Neugier sehr entgegenkommt ;-)
Ups ... will auch noch deine Fragen beantworten:
Habe viele Interessen, da fühl ich mich fast überall wohl - aber ansonsten ? .... klar da fühl ich mich oft als Alien ;-)
Hmmmm... aber könnte dieses Gefühl, dass man seinem eigenen Typus so selten begegnet, nicht vielleicht auch daran liegen, dass es rein genetisch nicht gut wäre 2x den gleichen Typus zu finden? .. will sagen, eigentlich sollten ja auch ergänzende Eigenschaften gesucht werden (um eine harmonische, runde Persönlichkeit zu entwickeln) und vermutlich werden sie das auch unbewußt, was wiederum hieße, dass man den gleichen Typus eher meidet -
Im übrigen hat vermutlich der gleiche Typus zwar dann Verständnis für meine Art, aber er bringt mich um das Gefühl des Aussergewöhnlichseins und ich denke jeder von uns braucht hin und wieder (sozusagen als Schulterklopfen) von anderen das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und das wiederum kann man nur von anderen Typen erhalten... also sucht man sich lieber andere Typen, da kann man sich dann gegenseitig als etwas Besonderes empfinden.
Alles verständlich soweit... ? ... ist so mal meine Theorie zu dem Ganzen.

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Ich würde auch sagen, dass Idealisten eben, naja, kontaktfreudiger sind, also die meisten, zumindest die Spontanen Idealisten, wie auch ich einer bin. Deswegen mischen sie sich in die Gemeinschaft ein. Davon gibt es wohl aber nicht sehr viele.
Wär mal eine logische Erklärung.

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Mir erscheint es folgerichtig und logisch, dass man bei Foren, wie beispielsweise auch diesem, eher 'Intros' und 'Denker' antrifft, da die 'Arbeit' und der Umgang mit dem Rechner, für meine Begriffe, weitgehend ohne körperliche Bewegung auskommt und sich in einer 'virtuellen Welt' abspielt und somit für 'Macher' und 'Realisten' wohl weniger attraktiv ist.
Ich habe hier von Theorien gelesen, die besagen, dass 'Idealisten', im Vergleich zu anderen 'PT', als eher kontaktfreudig gelten. Dagegen spricht allerdings, dass manche 'Idealisten' sich selbst als eher verschlossen einschätzen und deswegen gerne erstmal den unpersönlichen Weg, wie eben über das Internet, wählen, um Kontakte mit anderen Menschen zu knüpfen - Was übrigens auch die Aussage der obigen Statistik sein könnte. Meine persönlichen Erfahrungen gehen ebenfalls in die Richtung.
Meiner Meinung nach, ist die Gesellschaft polarisiert in die Gruppe der 'Idealisten' und 'Denker', die sich überwiegend in Bereichen wie Musik, Literatur, Esoterik,... engagieren, auf der einen und die 'Realisten' und 'Macher', die man eher im Handwerk, beim Sport und bei der 'Arbeit am Menschen' antrifft, auf der anderen Seite. Mit Personengruppen, die am Menschen arbeiten meine ich Kindergärtner/innen, Polizeibeamte, Lehrer/innen,...wobei ich die naturwissenschaftlichen Fächer nicht einbeziehen möchte - eher Sprachen und Gesellschaftsfächer, vobei ich Ethik wieder gesondert betrachten möchte.
Ich gehe davon aus, dass der Anteil der 'PT' die als eher introvertiert gelten, wachsen wird. Das gesellschaftliche Leben, welches sich dahingehend entwickelt, dass 'Dinge' öfter am PC erledigt werden und multimediale Unterhaltungselektronik zur Grundausstattung einer modernen Behausung gehört, begünstigt eine solche Entwicklung.
Man wird also zur Introvertiertheit umerzogen.
Ich schätze introvertierte Mitmenschen wie alle anderen auch und die Diskriminierung von Porsonengruppen, wenn man das überhaupt so sagen kann, liegt mir fern, aber die Möglichkeiten, zu wählen oder sich vor der 'Elektronisierung' zu verwehren, werden wohl weniger werden; Ich sehe das eher im Bezug auf künftige Generationen, aber auch die Jugend heute.
Man stelle sich mal ein Kind vor, das vor vielen Jahren von seinen Eltern zur Arbeit auf dem Feld genötigt wurde, weil es eben zu dieser Zeit so üblich war, dass Kinder als Arbeitskräfte genutzt wurden.

***Ich möchte bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam machen, dass solche und schlimmere Zustände auch heute noch, in vielen Ländern der Alltag sind. Eine der Hauptursachen dafür ist, meiner Meinung nach, die Korruption.***

Zurück zum Thema: Das ist doch schrecklich! So'n Knirps will einfach nur auf Bäume klettern, Blumenkränze flechten und die Welt entdecken - worauf ein Kind ja wohl ein Recht hat. Ein wenig körperliche Ertüchtigung wird sicherlich nicht schaden, aber Kinderarbeit ist schändlich. So ein Kind ist bestimmt sehr unglücklich.
Ähnlich stelle ich es mir vor, wenn nun ein Kind in der Schule am Rechner sitzt, nach der Schule am Rechner die Hausaufgaben erledigt, anschließend den Auftrag bekommt per Internet die Verwandtschaft zum Geburtstag einzuladen und dann den Rest des Tages mit seinem aktuellen 'Lieblings-Computerspiel' verbringt, da die Eltern natürlich wieder vorm Fernseher sitzen, weil ihnen wiederum niemand sagt, dass diese Art von Kindererziehung nicht die Menschen hervor bringt, die sie sich wohl wünschen würden, wenn sie einmal wieder auf offener Straße von, wie sie dann sagen werden, 'ungezogenen Rotzlöffeln' angepöbelt werden. Ohhh! Ich werde ja weitschweifig, sorry.
Kurzum: Unsere erkaltende Gesellschaft bringt eher 'Denker' und 'Idealisten' hervor, was aber auch gut ist - Ideen braucht das Land.
LG. sentenza

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Eine Erklärung könnte sein, dass sich Idealisten in der "realen" Welt weniger gern outen. Da es sich bei unserer Gesellschaft, um eine Leistungsorientierte handelt, bei der z. B. was die Schulbildung betrifft, mehr der Intellekt angesprochen und gefordert wird. Eins meiner Lieblingslieder fällt mir dazu ein von Supertramp "Logical Song".
Die "virtuelle" Welt, das www dient dabei als Ausgleich. Auch weil sich die Menschen eher anonym fühlen.

Unsere Vorfahren hatten es mit idealistischen Vorstellungen besonders schwer. Sonderlinge kamen schnell in Gefahr als Ketzer verschrien zu werden und mussten um ihr Leben bangen. Vielleicht haben wir es noch mit unbewussten Nachwirkungen zu tun.

Ich erlebe schon, dass ein Umbruch stattfindet, doch was durch die Jahrhunderte geprägt wurde, ist nicht in ein paar Jahrzehnten aufgearbeitet.

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"Won't you sign up your name, we'd like to feel you're acceptable, respecable, presentable, a vegtable!" ...oh ja, den logical song mag ich auch sehr gern!
In der realen Welt fürchetet man sich viel eher, dass die eigene Meinung nicht akzeptiert wird und dass Leute danach ohne dich richtig zu kennen, über dich urteilen...

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